Michaelskirche in Friedrichstal
Harmonische Heimatkirche aus Holz
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Die Michaelskirche repräsentiert eine authentische Schwarzwaldkapelle, kunstvoll gefertigt aus warmem, heimischem Tannenholz. Nach einer zweijährigen Bauzeit wurde sie am 30. September 1951 wurde dieses sakrale Bauwerk feierlich durch Landesbischof D. Martin Haug eingeweiht.
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Der renommierte Architekt Professor Paul Heim aus Stuttgart zeichnete für das Design verantwortlich, das in vollkommener Harmonie mit der umgebenden Natur und Landschaft steht. Das Bauwerk, das in Form eines Oktagons gestaltet ist, ruht auf einem soliden Unterbau aus roten Sandsteinquadern. Darüber erhebt sich die Kapelle mit ihrem von Schindeln bedeckten Holzfachwerk. Das äußere Erscheinungsbild der Kirche, mit ihrem steilen Dach und dem schlanken, himmelwärts strebenden Glockenturm, harmoniert perfekt mit den umstehenden hohen Tannen. Kugeldach, Turmkreuz und Wetterhahn runden dieses architektonische Ensemble ab.
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Der Innenraum der Kirche, vollständig aus Tannenholz gefertigt, besticht durch seine warme und einladende Atmosphäre. Eine gotisch gewölbte Decke, getragen von einem filigranen Eichenspanngeflecht, überspannt den Raum und bietet Platz für bis zu 200 Besucher. Der Schlussstein der Decke ist mit einer schwebenden weißen Friedenstaube verziert, die als Symbol des Heiligen Geistes dient. Taufstein, Altar und die achteckige Kanzel sind ebenfalls aus dem gleichen Tannenholz gefertigt. Besonders hervorzuheben sind die sieben hohen Fenster, die symbolisch den sieben Bitten des Vaterunsers entsprechen. Über dem Eingangsportal thront eine imposante Statue des Heiligen Michael, meisterhaft aus Föhrenholz vom Ulmer Künstler Michael Scheible gefertigt.
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Beim Betreten des Kirchenraums der Michaelskirche wird der Besucher sogleich von drei kunstvollen Buntglasfenstern in den Bann gezogen. Diese Fenster füllen den Raum mit farbenfrohem Licht und ergänzen das schlichte, in Naturholz gehaltene Interieur auf harmonische Weise. Die kräftigen Farben Blau und Rot sowie aufgetragenes Silbergelb sind gezielt auf dem hellbraunen Hintergrund eingesetzt, sodass sie perfekt mit dem schlichten Ambiente der Kirche korrespondieren. Dem Stuttgarter Künstler W.-D. Kohler ist es gelungen, die insgesamt 36 Einzelfenster, von denen jedes eine eigene Geschichte erzählt, zu einer farblich und inhaltlich kohärenten Komposition zusammenzufügen, die dem Raum eine intime und erhabene Atmosphäre verleiht.
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Während der Gartenschau diente die Kapelle als zentraler Ort für kirchliche Veranstaltungen und Beiträge.